Bayerisch, schwul und digital: Benni Cullen

HEIMSPIEL mit dem jungen Lehrer aus Nürnberg

28.01.2022 42 min

Seid willkommen im HEIMSPIEL - unser neues Format in der vierten Staffel der Regenbogen-Gespräche. In dieser Rubrik begrüßen wir spannende Gäste und lassen sie ihre ganz persönlichen Geschichten erzählen. Wir sprechen über informative, aufregende sowie wichtige aber auch spaßige Themen. 
FOLGE | 79
HEIMSPIEL:
Der 28-jährige homosexuelle Lehrer und Blogger Benjamin Donath alias "Benni Cullen"
Von dem Mathe, Deutsch, Englisch und Informatik unterrichtenden engagierten Pädagogen einer Mittelschule erfahren wir mehr über seine Erfahrungen als geouteter und verheirateter Lehrer im bayerisch-fränkischen Nürnberg, die Chancen der Digitalisierung von Schule im "Interaktiven Klassenzimmer" und seinen Bücher-Podcast. 

Benni erklärt uns, warum selbst die Schüler seiner Schule bei seiner queeren Hochzeit begeistert mitgeholfen haben. Auf der anderen Seite schauen wir auf Schulen in Berlin-Neukölln, indem Lehrer und Erzieherinnen teilweise massiv von religiös motivierten Mobbing betroffen sind, wie die vor Kurzem veröffentlichte "Neukölln-Studie" offenbarte, die auch das Berliner Abgeordnetenhaus beschäftigt. 

Seid also sehr gespannt auf den ersten Gast des Jahres 2022, den sympathischen und engagierten Benjamin Donath, der uns mitnimmt auf die Reise in seine Vorstellung von "Schule 2.0"
Startet entspannt und gut unterhalten ins Wochenende, mit Euren Regenbogen-Gesprächen. 

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#regenbogengespräche

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Transkript

Die Episode zum nachlesen.

Markus Lanz oder Regenbogengespräche? Regenbogengespräche. Music. Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der Regenbogengespräche. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Und ja, ich kann natürlich nicht ohne den besten Stürmer auf dem Platz der Regenbogengespräche begrüßt mit mir wieder Felix Kaiser! Und als wären die Regenbogengespräche ohne den berühmten Mann in der blauen Ecke, den Doktor Bob der Regenbogengespräche Patrick ja vielen Dank, das ist ja Dschungelzeit gerade. Ähm vielen Dank für die äh schöne Anmoderation. In dieser Folge möchten wir euch. Eine unserer neuen Rubriken vorstellen und die heutige heißt Heimspiel. In diesem Format begrüßen wir spannende Gäste und lassen Sie ihre Geschichte für euch erzählen. Wir sprechen über informative, aufregende, sowie wichtige, aber auch spaßige Themen und heute bei uns im Heimspiel ein junger homosexueller Lehrer und Blogger, mit dem wir über seine Erfahrung als schwuler Pädagoge einer Mittelschule im bayrischen Nürnberg und seine Reise in und durch Durch die Social Media Welt sprechen wollen. Begrüßt mit mir und sagt herzlich willkommen, Benjamin Donat alias los geht's. Hallo, hallo. Hello, vielen Dank. Freue mich sehr, hier zu sein und ja, wir freuen uns Wir freuen uns auch. Wir sind ja heute alle ein bisschen äh quer durch die Republik verteilt. Du bist in Bayern. Ich bin in Hessen. Ähm der Felix, der ist in äh Berlin. Ähm aber schön, dass wir äh zusammengefunden haben so. Aber du kennst das ja. Du bist ja als Lehrer und gerade zur Pandemie-Zeit äh mit dem Ganzen digital jetzt schon, ich glaube, dann doch besser als als wir, mehr als vertrauert. Ja genau, mehr als mehr als vertraut und zu tun, viel zu viel. Ja, viel das glaube ich. Weiß gar nicht mehr, wie Menschen sich anfassen. Ja. Ja, ich im Gegensatz dazu schon, ja. Ähm aber wir wollen natürlich heute, heute soll's äh sich, Heute soll sich unsere, unser Heimspiel, soll sich um dich drehen ähm Benny und nur ein paar kurze Fakten, damit sich unsere Zuschauer dich ähm dich auch besser vorstellen können, da sie ja Zuhörer, genau ja Zuhörer, da sie ja dich nicht sehen können, so wie wir. Du bist zwanzig8 Jahre jung Noch möchte ich betonen, ähm wurde mir extra noch mal geschrieben. Ähm lebst mit deinem Mann und deinen zwei Katzen beziehungsweise Prinzessinnen vielleicht auch äh in Nürnberg. Bist Lehrer, Podcaster, Autor und Blogger? Und du unterrichtest in der Schule die Fächer Mathe, Deutsch, Englisch, Berufsorientierung und Informatik. Sehr sehr breit gefächert, aber ich glaube, das muss man auch sein in der Mittelschule. Meine erste Frage. Ich habe schon ähm am Anfang jetzt gerade erwähnt, wie funktioniert die Schule in Zeiten der Pandemie? Wie bist du da durchgekommen? Wie läuft's bei euch in Bayern. Erstmal danke für die schöne Vorstellung. Ich habe glaube ich noch nie so eine. Liste von von Fakten über mich. So schön. Da hat man was erreicht. Mutti ist stolz. Ähm wie ist Pandemie in der Schule? Also ich muss sagen mittlerweile, dass ich mich so an alles gewöhnt habe, ne, also Weiß noch damals, als es angefangen hat mit Corona den Tag als eine Kollegin reinkam und gesagt hat, übrigens ab Montag ist die Schule geschlossen und ich dann zu meinen Schülerinnen gesagt habe, ja dann dann backbar alles zusammen und wir schauen weiter. Ähm da war das noch so neu alles und jetzt ist so. Machen wir alle zwei Tage, kein Problem. Maske haben wir auf. Ich erinnere euch an die Maskenpflicht. Cool. Ähm hier über informieren, irgendwie da diskutieren, da mit Eltern sprechen und so. Also. Alles trotzdem jetzt irgendwie so normal, man traut sich's fast gar nicht zu sagen, ne, weil es ist irgendwie nichts zu ähm. Es ist es hat sich schon so eine Art Alltag eingeschlichen sage ich jetzt mal und ich. Super viel Glück, dass bei mir sind voll viele geimpft. Wir haben fast keine Fälle. Das ist irgendwie es läuft alles ganz gut, wobei natürlich so das Schulleben an sich fehlt halt. Mhm. Musste man echt sagen. Also so Aktionen oder mein Wandertag mal eine Klassenfahrt hätte ich jetzt gern gemacht. Letzten November, ging nicht so. Also das fehlt schon. Aber ansonsten haben sich die Spielerinnen und ich glaube auch ich. Gut dran gewöhnt. Mhm. Das heißt, ihr seid äh trotzdem präsent in der Schule, also alle Schüler sind da oder gibt's noch so was wie Wechselunterricht, was ja auch so ein, äh nee ja Formatis sozusagen und ja nee also gar nicht mehr. Wir sind komplett präsent. Äh letztes Jahr gab's alle möglichen Formen. Ich habe letztes Jahr alles unterrichtet. Homeschooling, Wechselunterricht, äh Mix, Präsenz alles. Dieses Jahr ist nur Präsenz. Alle zwei Tage wird getestet, sobald ein Fall ist, wird jeder jeden Tag getestet. Ähm also. Komplett normal in Anführungszeichen, so eine Mahlzeit sein kann. Und man hofft so ein bisschen darauf, dass das Testen und so, dass es halt uns frühzeitig vorwarnt und man daran eben reagieren kann. Mhm. Aber zwecks Wandertage ist das bei euch nicht möglich. Ich meine, wenn man jetzt so draußen ist oder. Gar nicht wie in Bayern so Museen oder ähm so Autofarben oder bestimmte Themen. Also doch, weil ich wandern könnte ich vor allen Dingen jeden wahrscheinlich so auf den Berg. Ja. Ja, genau. Wollte ich einen Kollegen, der sportlich ist und sich damit auskennt, weil das not me. Ähm So Museum und so weiß ich jetzt gar nicht, ob's letzte Mal geguckt habe, war zwei Gel-Regel und okay. War halt nicht die komplette Klasse dann durchgeimpft ist. Halt nicht, um dann auch irgendwie paar zu Hause zu lassen und mit denen, wo es dann geht ist auch doof. Mal zum Thema Homeschooling beziehungsweise den dafür notwendigen Konzepten und vielleicht auch der Technik, kommen wir gleich noch. Aber ähm Patrick hat's in der Anmoderation, die du ja auch schon so gelobt hast, äh schon äh mehrfach erwähnt. Ähm, Du bist Gay, Homosexuell, Lehrer und bist geoutet. Du bist ja jetzt könnte man jetzt klischeehaft sagen, wie auch aus Berliner Perspektive äh ne, das kannst dir vorstellen, Bayern ist eben der Süden. Ähnlich wie konservativ ja äh und äh obwohl ja ähm die Region, ihr seid ja Franken, es darf man ja nicht verwechseln Zeit muss sein, ne? Da ist man ja deswegen hab ich lange überlegt ob man in 'ner anderen bayrisch schreiben kann weil es ja eigentlich für Franken dann schon wieder fast eine Beleidigung ist. Bayrisch ist es ja schon ein bisschen angekratzt so ein bisschen. Weil das ist dann doch nochmal Unterschied. Ich will damit sagen, das ist ja ja die protestantische Gegend, nicht die Erzkatholische. Also äh Bayerns oder dem dem Süden. Aber trotzdem ähm Stichwort Outing, du bist ja dort geoutet äh dich mit einem Kollegium, sondern ja auch deine Schüler wissen es ja, SchülerInnen wie du auch sagst ähm wer wen an dieser Stelle, wir gendern manchmal aber, immer, aber völlig okay, es gibt ja alle Formen und ähm aber wir wissen ja, was gemeint ist. Äh wie wie waren so die Reaktionen? Also hast du dich dahingestellt und gesagt hier, übrigens äh ich bin Benny und. Das äh auch gut zu und so weiter. Oder ist das äh quasi rausgekommen ähm ja, erzähl doch mal, wie das wie das war und wie so die Reaktionen waren. Äh nee, ich habe mich nicht hingestellt und habe's gesagt, ich ähm also ich habe mich davor vor dem Referendariat, ich bin an die Schule gekommen, quasi noch in der Ausbildung, ne? Und Da ist man ja irgendwie drauf angewiesen, dass andere einen bewerten und das möglichst gut, damit man halt irgendwie auch einen guten Abschluss dann macht. Und da habe ich mir vorher schon irgendwie Gedanken gemacht, so wie reagieren die, wie du schon sagst, ne, gibt ja doch irgendwie ein paar sehr konservative Leute. Mhm. Aber ich war da sehr offen damit, weil ich halt auch wusste, bringt jetzt auch nichts, wenn ich sage. Hallo, ich bin der Benni und ich bin ganz normal, weil das hätte mir nie jemand abgekauft und dann habe ich halt einfach gesagt, damals noch, ja also hi, ich bin der Benny, äh ich wohne mit meinem Verlobten zusammen in Nürnberg und dann war das, rau ist einfach und jeder war dann so, ah ja, okay, mit deinem Verlobten, cool, wer ist denn das? Und dann War das kein Thema mehr so bei KollegInnen oder oder Rektoren wie auch immer, die ich halt äh wo ich das halt irgendwie gesagt habe und bei Schülerinnen, hm ich habe damals die neunte Klasse, das war meine allererste Klasse. Und wir waren auf einem Ausflug. Das war so eine Woche später nach Schulbeginn und dann saßen wir in der U-Bahn. Das war ja werde ich nie vergessen so in einem Vierer-Ding und ich saß mit drei Mädels da und dann meinte einer zu mir, ja. Haben Sie denn eine Freundin? Da habe ich gesagt, nö. Ja, aber sind Sie in einer Beziehung? Ich so, ja, schon. Und dann hat er so drei Sekunden irgendwie gebraucht und so das verstehe ich nicht. Und dann er meinte die Schülerin neben mir so, Also noch offensichtlicher kann das jetzt nicht machen. Und dann war das irgendwie raus und dann nochmal eine Woche später bin ich an die Klasse gekommen und hat sich einen Schüler gemeldet und meinte so ja wir haben da gehört. Stimmt das? Ich so ja Ach so cool und sind Sie auch dann verlobt, haben wir gehört zu Ja, ach super und dann haben die mir geholfen meine Hochzeit zu planen und haben mit mir so gebastelt und es war alles total schön und. Auch jetzt irgendwie also jetzt ist ja bekannt und es ist jedes Jahr lustig, wenn dann äh die neuen Fünftklässler kommen und die halt dann irgendwann nach einer Woche hören, wir haben einen schwulen Lehrer. Und nach einem Monat kommt dann der erste traut sich und sagt sind Sie der Herr Donut? Dann so ja hm, Sind sie schwul? Ach so cool und die schönste Reaktion war dann dieses Jahr ach cool, ich habe zu Hause auch zwei Mamas. Mein Herz aufgegangen und war so, ja cool, schön. Ja, das ist natürlich echt toll. Das Ding Outing für mich war nie großes Thema. Ich hatte da auch nie negative Erfahrungen mit. Ein Kollege erzählt mir immer ganz stolz, ich kann mich daran nicht erinnern, ehrlich gesagt, dass ich, auch in meinem ersten Jahr bei ihm im Unterricht war. Da musste man immer so angucken, wie KollegInnen quasi äh Unterricht machen. Mhm. Und da hat ein Schüler sich mitten in einer Stunde gemeldet und gesagt sagen sie mal, sind sie schwul? Und ich muss so überrumpelt gewesen sein, dass ich diese Fassade von ich bin jetzt Lehrer und nicht Privatpersonen vergessen habe und gesagt habe, ja willst einen Kuss? Mein Kollege meinte dann so also es war der Moment wo ich wusste, dass du als Lehrkraft niemals Probleme haben wirst mit diesem Thema und das ist auch so. Habe ich seitdem nie negative Erfahrungen gemacht. Das ist ja echt echt echt toll, wirklich. Also ich habe ja gedacht, du bist in die Schule gekommen und man kennt das ja so, wenn die neuen Lehrer reinkommen, schreiben die ihre Namen an die Tafel und du hast statt deinen Namen ein Tabelle reingeschrieben, hallo. Ich bin schwul. Ja, genau. Nein, alles alles gut. Aber ähm ist ja wirklich teuer. Es erleben ja wirklich nicht so viele ähm so wie wir das auch mitgekriegt haben. Gerade mit der Jugendzeit du bist ja wirklich in. Du hast ja wirklich die stark pubertierenden auch ähm bei dir in in in deinen Klassen ähm, Ja. Und ja vielleicht nochmal kurz klären. Sorry ähm ja. Mittelschule. Gut, wir wissen ja, ähm ähm föderal ist das äh Bildungssystem. Aber der Begriff ich weiß in Bayern üblich aber nicht überall ähm was heißt Mittelschule von von welcher Klasse oder mit welchem Alter bis welchem also wie ist die Altersspanne? Bei euch in Berlin gibt's auch die Grundschule bis zu sechs, ne? Ist das so? Brandenburg ist bis zur sechsten, also ja. Also Sachsen in Sachsen ist es bis zur vierten. Das weiß ich. Weil bei uns in Bayern ist auch bis zur vierten und Mittelschule heißt es, ich mache fünfte bis zehnte Klasse und ich unterrichte jetzt aber hauptsächlich die Älteren, das heißt, von der siebten bis zur zehn. Also ich habe wirklich die, die am krassesten pubertieren, die sind bei mir. Na ja, das passt. Ist ja auch eine gewisse Outing äh psychisch. Ich habe habe super viele Schülerinnen, die auf mich zukommen und irgendwie sagen hallo Ich glaube, ich bin schwul, lesbisch, Trans, mhm. Was auch immer und super viele Kolleginnen, die dann sagen, ey, du bist Experte und dann so, okay, cool. Ich habe, ne? Gut, ich kenne mich aus, mit schwul sein, aber alles andere, i don't know, aber ich gebe mein Bestes. Ja ja ich ich glaube aber, dadurch, dass du diese ähm diese diese Zeit Also diese die Jahrgänge hast, die in dieser Selbstfindungsphase gerade sind, ne, mit dem eigenen Geschlecht sich auseinandersetzen ähm et cetera. Glaube mich, ist es total optimal, dass du dann als als schwuler Lehrer quasi auch mit zur Verfügung stehst. Mhm. Und auch halt so Sachen. Wahrscheinlich, ne? Also letztens war wirklich die Frage, was ist denn LGBTQI, A plus, wie viel Buchstaben es da auch immer gibt, sodass doch wirklich eine Frage. Das sehe ich gemacht. Ja, also Gibt's ja das war jetzt natürlich ein äh du weißt ja äh wir heißen nicht nur so, sondern wir sind da ja auch in in äh für die Community aktiv und ähm engagiert. Ähm aber es gibt ja schon unterschiedliche Ansichten. Was ich jetzt als neustes gehört habe, ist, um das Ganze etwas abzukürzen und vielleicht auch die breite Gesellschaft etwas einfacher zu machen, einfach von. Leben oder queerenlebend äh oder queeren Menschen zu sprechen, weil man im Zweifelsfall niemand vergisst, der sich äh dann äh auch irgendwie wieder auf den Schlips getreten fühlt. Also das ist ja nicht der Sinn und Zweck der Sache, weil es ist ja nicht damit gemeint, wenn man äh nur LS LSBTI oder eben LGBTI, IQ plus Da kommen, ja ich würde mal äh behaupten viele die äh Mahnsender, RTL plus äh Titel von Stefan Raab damals, als er das stimmt. Ja. Aber gut ähm aber wir wissen ja was gemeint ist, aber das ist äh eine tolle Geschichte. Ja ja, aber du machst ja noch viel mehr Patrick. Genau, da kochen wir nämlich jetzt hin. Apropos On-Demand so ein bisschen. Ähm neben deiner Lehrertätigkeit hast du noch einen weiteren Schwerpunkt für dich gefunden, denn du erstellst Unterrichtsmaterialien zu Büchern, wie zum Beispiel Life-Hack dein Leben gehört mir. Da ist das Stichwort künstliche Intelligenz. Also das sind wir ja gerade so mittendrin. Deutschland ist da noch ein bisschen hinterher, aber ähm wie bist du dazu gekommen, ähm deine Auseinandersetzung In der Schule mit künstlicher Intelligenz ist dir ja heute sehr, sehr wichtig, durch Alexa und Co ähm wird das ja tagtäglich von ganz vielen Jugendlichen ja schon genutzt. Äh also ich blogge ja über Bücher seit dem Studium eigentlich, also schon seit mehreren Jahren und habe deswegen auch Kontakte mit Verlagen erstellt und als die halt. Mitbekommen haben, dass ich Lehrkraft bin und jetzt das auch aktiv mache und in der Schule bin. Kam, in dem Fall der Arena-Verlag auf mich zu, Miamte, hey, hast du nicht Bock? Die Lektüre äh hier das Unterrichtsmaterial dafür zu erarbeiten und die Autorin kann man auch auf mich zu, auf einer Buchmesse meinte, Mensch, ich fand das super, wenn du das machen würdest. Und dann habe ich gesagt genau klar und ich hatte mich vorher null mit künstlicher Intelligenz befasst. Also klar, man hört halt, ja, Alexa und irgendwie Siri. Ja, das stimmt. Alle äh künstliche Intelligenzen, die es gibt. Ähm. Klar kannte ich das, aber ich habe mich jetzt noch nie mit Singularität und was ist da eigentlich die Gefahr von und wie nah sind wir denn überhaupt wirklich so in der Realität, dass wir komplett Wesern sind und so weiter und so fort. Habe ich mich nie davor mit beschäftigt. Und durch diese Unterrichtserarbeitung, das ist immer das Schönste. Also ich habe seitdem einige Unterrichtsverarbeitungen jetzt für Verlage gemacht. Und jede Unterrichtsarbeit zeigt mir quasi neues Thema auf. Mit was ich mich vorher, Vielleicht beschäftigt habe, aber halt natürlich nicht so intensiv, weil wenn man Unterrichtsmaterial erstellt, dann muss man ja äh irgendwie schon Bescheid wissen. So ein bisschen. Mhm. Und ähm Ja, das war meine erste Unterrichtsmaterial und ich bin sehr stolz. Wir hatten's vorhin schon angedeutet und ich hatte äh versprochen, dass er darauf zurückkommt. Du bist sozusagen also KI, also künstliche Intelligenz sagt es ja schon, äh du beschäftigst mit mit äh dich mit ähm Unterrichtsmaterialien. Du machst einen Podcast fürs Blogger, also du lebst natürlich in der digitalen Welt und bringst das auch in die Schule. Das wird mir nichts, nämlich zu dem Thema, mit dem ich mich glaube beruflich auch über zehn Jahre beschäftigt habe beziehungsweise dort aktiv war, eine Ausstattung von. IT-Ausstattung von Schulen und auch äh interaktive und digitalen Lehrinhalten ist auch mit Schulbuchverlagen zusammen. Also Stichwort interaktives Klassenzimmer, Digitalisierung von Schulen oder von Unterricht, Vorhin schon äh angedeutet Homeschooling hat sozusagen gezeigt, also die Pandemie hat gezeigt. Deutschland da offensichtlich ein Problem hat. Eigentlich ist es nicht neu. Ich meine, ich spreche zehn Jahre dazwischen, liegen fünf Jahre in einer anderen Branche. Das heißt und damals und da war ich ja auch nicht der Erste, der das aufgetan hat, aber. Redet man seit 20 Jahren darüber und hätte auch schon was machen können. Es hat sich ein bisschen was verändert, aber mitunter finde ich nicht sehr viel. Aber wie siehst du das? Wie siehst du das Thema für deine Schule oder für eure Region sozusagen dort auch in in Nürnberg um Nürnberg rum ähm und wie siehst du. Es für ganz Deutschland sozusagen oder was würdest du dir wünschen oder. Welche Wege oder welche Schritte müsste man gehen oder welche Empfehlungen hast du, um das jetzt hier einem Millionenpublikum an dieser Stelle. Wir haben ja auch viele Politiker unter unseren Hörern, also so ist es nicht. Äh insofern. Sendungsbewusstsein kannst du jetzt hier mal nutzen, aber würde mich mal interessieren. Oh ähm also ich muss sagen, ich war, als ich in die Schule kam, superdankbar, dass ich einen Beamer hatte und eine Dokumentenkamera. Haben wir gerade dich noch kennengelernt. Ja genau, so hieß es. Ähm also da war ich schon ziemlich äh glücklich mit und dass ich ein Klassenzimmer hatte, wo das WLAN einigermaßen funktioniert hat und jetzt durch Corona hat's jetzt auch so ein bisschen, ergeben. Jetzt haben wir iPads an den Schulen und ähm mittlerweile hat man äh mein Klassenzimmer ein Smartboard, nachdem man das zugeteilt bekommen hat und es niemand wollte, weil dann muss man sich einarbeiten und so. Weil ich dann halt gesagt habe Ich hätte gern so ein Teil. So, das habe ich irgendwie also mein Klassenzimmer ist glaube ich best ausgestattet, ehrlich gesagt, weil ich habe Beamer und Smartboard und Tafel und Dokumentenkameraden, alles Mögliche habe und ähm. Es war die erste Phase der Pandemie war wirklich das war krass, konnte ich heute eigentlich gar nicht mehr vorstellen. Ich hätte den Schülerinnen halt einmal die Woche eine E-Mail geschickt und gesagt habe hier sind die Aufgaben, bitte schickt die mir zurück und das Krasse war, dass ich in meinem Fall relativ gut funktioniert hat und ich von jedem mal irgendwie was bekommen habe. Äh das ist schon echt heftig gewesen und jetzt beim zweiten Mal, wenn man ein bisschen besser vorbereitet ist, gab dann so was wie Zoom und Teams und alles Mögliche. Da da war dann schon wieder ein bisschen mehr möglich. Bei auch da oder da kommen wir vielleicht so ein bisschen dazu, wie ich's mir wünschen würde. Hat einfach gefehlt. Also niemand hat's gesagt, wie macht man denn so eine Stunde gezogen? Wie macht man denn Homeschooling? Das gab's ja irgendwie vorher nicht. Und da hat man sich schon irgendwie also. Da musst du halt gucken und wie du schon sagst, ich hatte halt Glück, dass ich in so einer digitalen Welt schon aufgewachsen bin und mich damit halt privat auch beschäftige. Das heißt, ich hatte das relativ schnell raus, wohingegen andere Kolleginnen, die auch älter sind und da kann ich den auch gar nicht böse sein, weil die haben trotzdem's trotzdem ermöglichstes gemacht, aber die hatten dann halt null Leitfaden das ist halt dann auch so was. Ja oder dann auch, dann kam das endlich mit unseren Dienstlaptops zum Beispiel, also muss man so lachen, wenn ich mit Leuten aus der freien Wirtschaft spreche und letztens meine Freundin da, die hat sich dann so echauffiert, dann ist ihr Arbeitgeber ihr nur noch kein Laptop zur Verfügung gestellt hat und ich war dann so. Äh ja ja, ich habe immer noch keine Dienstlaptop gesehen und ich werde da auch keinen Dienstlaptop sehen, weil äh unsere Stuhle nur gewisse äh Dienstlaptops zugeteilt bekommen hat und ähm. Ja, ich habe mir halt erst letztens privat einen Laptop gekauft und dann bekomme ich keinen Dienstlaptop, den bekommen die den halt brauchen und. Ist so ein bisschen und das ist auch das, was man ja auch sieht egal wo man hinschaut in Deutschland, es gibt dann die Paradebeispiele, die das super cool machen und dann gibt's halt die Schulen. Vielleicht keiner im privaten Sponsor haben oder keinen Rektorin, die da jetzt superconnections hat irgendwohin und so und. Das ist schon echt krass, weil man einfach je nachdem wo du bist, hast du halt unterschiedliche Voraussetzungen und ähm. Unterschiedliche Chancen auch, wie gut du jetzt halt lernst, weil es hängt schon davon ab hat eine Schülerin ein Handy oder hat. Er oder sie schon einen Laptop oder ein PC kann man dann zu Hause drucken. Also so was also da würde ich mir einfach wünschen, dass das alles so ein bisschen, gleichmäßiger verteilt wird und klar, ich kann mich jetzt nicht beschweren. Wir als Schule haben jetzt iPads letztes Jahr bekommen. Die haben dann Schülerinnen bekommen, wenn die nichts haben. Dann war's gut machbar mein Unterricht, aber ich sah ja woanders auch anders aus und deswegen da würde ich mir so ein bisschen mehr wünschen, dass man ähm. Mitm Blick drauf hat, dass das überall auch irgendwie fair ist. Mhm. Ja, es ist ja das große Problem bei uns so in in unserem Land, dass das Geld für die ähm Digitalisierung an Schulen ja eigentlich da ist, vom Bund runtergegeben wird an die Länder, aber dort bleibt es plötzlich hängen und wird irgendwie nur so sporadisch ähm ausgegeben verteilt. Absolut, also mein es hat ja auch seine Vorteile, wenn man äh als Bündnis dann auch selber entscheiden kann und so, ne, das möchte ich jetzt auch nicht ähm missen wollen so, aber. Müsste irgendwie was geben, damit es auch leichter auch abzurufen wird. Also ist auch wieder mit diesen Luftreinigern das Bauch wieder voll das Thema. Also einfach alles sehr bürokratisch sehr also ich kann nur eins sagen aus meiner Zeit damals und das hat sich äh leider nicht geändert, Ähm das es gibt sehr viele Förderprogramme. Also nicht immer gedurfte. Der Bund Patrick muss ich dich korrigieren. Äh es gab das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern, das heißt, da wurden Sonntagsreden halten, also die Bundesbildungsministerin oder auch äh unsere ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, die äh auch schon ein Schülerlaptop vor unglaublich vielen Jahren in der Hand hatte. Sie hätte die Chance gehabt, äh den Hebel umzulegen, wenn sie in dem Moment zugegriffen hätte. Nein, aber ähm die durften's einfach nicht, also das heißt man konnte Impulse geben und Rahmen schaffen, dann die Länder und letztendlich die Kommunen und Schulträger, egal also am besten funktioniert's natürlich im bei den freien Trägern, also auch religiöse Träger. Oder Privat private Träger oder sonstige freie Träger eben weil die das Konzept durchziehen und weil die Eltern auch besser einbeziehen. Also es muss ja nicht alles immer direkt von der Schule kommen, sondern ist das Stichwort Das sozusagen einteil ist, wie man das bei Taschenrechner seit äh weiß ich nicht wie vielen Jahrzehnten eigentlich Kind das so oder bei Schulbüchern das so einen kleinen Beitrag zahlst. Äh du bewegst dich aber in einem Rahmen und musst dich jetzt nicht selbst kümmern und alles, äh wenn es kaputt geht oder sonst was, ist äh ist da auch Ersatz geschaffen und ähm ähm Fälle sozusagen, dass es dann refinanziert wird, ohne dass du was zahlen musst. Und das hat man aber hier nicht umgelegt. Also das ist eine Kette von verschiedenen Geschichten. Ähm aber das Problem bei den Förderprogrammen war ja eigentlich immer, dass du, als als Schule auch noch einen gewissen Beitrag prozentual mit drauflegen musstest oder die als Schulträger Und das nützt ja so gar nichts, weil man immer sagte, das wird nicht abgerufen. Denkst du, da sind die Leute irre. Da liegen etliche hundert Millionen rum. Auch EU ähm äh also FRE-Gelder, also vom vom Strukturfonds ähm die können nicht abgerufen werden, weil du 50 Prozent als Schulträger obendrauf legen musst. Das ist der Irrsinn, weil damit wird äh das andere Geld, also nicht von wegen, dass man das nicht möchte, sondern das ist zu kompliziert. Also schön, dass du das auch bestätigst, weil. Wille ist mitunter da. Da sind auch viele Steine glaube ich äh noch im Weg, aber. Wenn es so kompliziert ist, dann äh dann wird's eben, ja, dann leidet eben das gesamte System drunter und ähm das hat man, glaube ich, jetzt in der Pandemie-Zeit. Endgültig festgestellt, dass man da was machen muss. Aber es sollte nicht nur aufgrund der Pandemie oder für Homeschooling in diesen Extremensituationen da sein, sondern Lehre äh und das Lernen macht natürlich auch viel mehr Spaß, weil die Schüler sind ja sowieso schon so weit das Gerät zu benutzen. Das muss man ja nicht mehr beibringen, sondern, den Unterricht immer, ne? Das ist halt ein Vorteil auch, ne, von von Homeschooling und von von Corona auch mich Corona hat eigentlich keine Vorteile mehr, aber das sind dadurch ähm. Sind halt irgendwie auch Schülerinnen und auch Lehrkräfte teilweise so ein bisschen wacher geworden und haben irgendwie angefangen halt. Zu arbeiten mit digitalen Tools und das das beobachte ich jetzt auch, dass es im Alltag natürlich wieder viel mehr. Präsent ist, ne, da ist man jetzt eben auch trotzdem noch digitaler arbeiten kann, auch wenn man ja jetzt äh im Präsenzunterricht ist. Mhm. Genau, das ähm werden wir insgesamt natürlich auch weiter beobachten. Ähm kommen wir noch zu einem. Heiklen Thema, sagen wir mal so, also, Homeschooling ähm wie soll man sagen, schwächt das vielleicht momentan ab? Aber wir reden über das große Thema oder wollen wir über das große Thema Mobbing reden. Hier geht's aber um ein spezielles, ähm sag's mal zur Einleitung. In Berlin klar es ist Großstadt sozialer Schmelztiegel könnte man sagen und so weiter. Berlin-Neukölln wird ja sicherlich ein Begriff sein, äh meistens nicht unbedingt mit den besten Schlagzeilen und es gibt äh ganz aktuell jetzt hier diskutiert bis auch ins Abgeordnetenhaus, ähm also das Berliner. Parlament oder Landesparlament statt Parlament ähm gibt es die sogenannte Berlin-Neukölln oder die Neu-Köln-Studie. Und zwar geht's dadrum um religiöses Mobbing. Das heißt ähm nicht, dass Mobbing unter Schülern das auch, aber vor allem. Von Schülern äh Richtung Schülern und Eltern gegenüber Lehrkräften und Erziehern. Ähm also wirklich ernsthaften Bedrohungen ähm oder religiöser Druck und natürlich auch Androhung von Gewalt. Auch Ausübung, also das war sozusagen äh quasi ein ein Hilferuf äh nahezu. Ähm wir müssen jetzt nicht über diese Studie an sich reden, sondern was mich interessieren würde oder uns interessieren würde, ist. Erlebst du oder hast du so was auch schon erlebt oder im im Umfeld auch von deinen äh von anderen Schulen in der Region, dass es sozusagen also dass Religion dort. Quasi Sachen, die eigentlich als Religions äh neutral, wenn es jetzt eine öffentliche Schule ist, Ja so wie die dir reingebracht werden und wo sozusagen eigentlich das, was Schule auch ein bisschen sein sollte. Ich kenne da mal den Spruch, der bei uns aufm Schulhof stand äh nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir. Ich glaube von. Senica oder so, also irgendeinem Philosophen war das mal, aber ähm im Prinzip, wenn es umgekehrt ist, also wenn sozusagen die Schule äh oder die die Lehrkräfte aus einem Dinosaurier ja. Ich habe auch viel gelesen, aber ist das nicht. Das wahrscheinlich wissen. Ja. Ich nicke einfach nur zustimmend. Ja. Ja, genau. Also mich würde interessieren, äh okay, also hast du erlebst du sowas ähm oder kennst du von solchen Fällen? Ich meine, Beine ist ein bisschen anders, aber äh Neuköllner Seele ein bisschen dramatisch, aber ist hier so was schon mal widerfahren oder wie würdest du das sehen? Also wo sollte die Grenze sein. Äh bei öffentlichen Schulen natürlich auch äh. Wenn solche religiösen Themen oder Strömungen da reingebracht werden, egal welche Religion es jetzt wäre. Ich finde es total krass als als du mir auch den Link oder ihr mir den Link geschickt habt. Äh habe ich das durchgelesen und ich finde das halt Wahnsinn, weil bei uns letztes Jahr wurde aufgrund von Corona einfach alle Religionen zusammen unterrichtet und es hat wunderbar funktioniert und äh da war gab's nie irgendwie irgendeinen Stress. Also klar gibt's mal irgendwie Hat meine Klasse diskutiert. Ähm ob Jesus jetzt der Sohn von Gott ist und manche meinen nein und die anderen meinten doch und in der Religion ist es wird das aber so erzählt und da wird es so erzählt und so. Und ähm selbst da, das wurde dann auch so ein bisschen emotionaler, sage ich jetzt mal. Aber selbst da ähm. Wo ich dann gesagt habe so ja, ist doch okay, wenn jeder seine Sichtweise hat und ist doch okay, wenn jeder, Das glaubt aber, wir können doch jetzt hier zusammen auch diskutieren, aber halt irgendwie auch auf einem Niveau und zwar für alle vollkommen okay und ähm. Dass man als Lehrkraft angegriffen wird. Ich weiß nicht, ich habe viele, Also ohne um das jetzt auf keine Religion jetzt zu fokussieren, aber da geht's ja auch um ähm ähm muslimische SchülerInnen. Ähm da habe ich ja auch superviele von. Und ich habe da immer. Nicht sneakert, also gerade jetzt ich auch als schwuler, gerauschter Lehrer würde mir auf jeden Fall auch sagen, ja vielleicht gibt's da auch irgendwie Probleme, aber im Gegenteil, es ich habe da nie ähm, was anderes bekommen außer Respekt und Anstand eigentlich und ja so Großmobbing, wie sie in dem Artikel habe ich jetzt nicht mitbekommen ehrlich gesagt. Ähm kann mir aber schon vorstellen, dass es das halt gibt und ich meine, dass so eine Studie ist ja jetzt kein. Straßenumfrage. Äh ich dachte auch, es ist okay, das ist jetzt äh gab auch schon mal einen Brandbrief oder so was, wo sich klar, wo wo dann äh ähm ja Opfer ist es trotzdem, es ist ja nicht zu beschönigen, aber hier ist es wirklich eine Studie, also es sind schon. Mehr geworden äh gewesen und ähm also man kann da schon leider ein Muster erkennen Also eigentlich ist es nicht wirklich neu, aber vielleicht eben weil es wissenschaftlich begleitet ist, dass es eben nicht einfach nur so ein so ein persönliches Meinungsbild von einigen wenigen ist, sondern dass es da offensichtlich ein Problem gibt und äh äh wahrscheinlich nicht nur in Neukölln oder in Berlin Neukölln oder in Berlin. Aber dort eben sehr konzentriert und sehr erheblich, weil natürlich auch die. Der Anteil ähm äh von äh von äh Ethnien, die zusammenkommen oder die sich konzentrieren natürlich auch sehr hoch ist mit Untergrundschule. Wobei man's auch sagen muss, ne, also ich kann mich erinnern, dass ich mich im Studium auch ähm Kolleg erinnern hatte, die Kopf getragen haben und das, ne das war für uns so, ja cool und ähm. Uns nichts dabei gedacht und dann ging's so aufs Ref zu und dann meinten die, ja sie dürfen dem Ref kein Kopftuch tragen. Und da war ich auch so bitte? Ja das würde nicht gehen. Ich weiß nicht, wie Sie's jetzt ist, keine Ahnung. Okay. Aber Moses hat gesagt haben, also ich ich habe noch nie eine Lehrkraft mit Kopfdruck gesehen ehrlich gesagt. Was ich dann schon auch wieder in in die Richtung. Ne, weil wie du schon sagst, eigentlich sollten wir alle neutral sein. Mhm. Aber trotzdem hängt ja im Klassenzimmer noch ein Kreuz oft und äh und das ist jetzt die bayrische Berlin eher nicht so. Da gibt's wirklich eigentlich gar nichts, also auch kein Kreuz und auch solltest du das Kreuz, also Neutralitäts äh Gebot, also auch in der öffentlichen Verwaltung, aber es gab da ja auch immer wieder, hin und her ähm auch Prozesse beziehungsweise Gerichtsurteile. Geht in alle Richtungen, aber das ist ja noch mal eine andere Geschichte, aber hier geht's ja wirklich darum, dass dass sozusagen gezwungen ist, das zu tun, also nicht etwa dass das Gesetz dir gebietet es äh besser nicht zu tun, sondern dass du's tun sollst. Also ich glaube soweit ist noch nicht mal Bayern, dass es sagt, du musst jetzt das Kreuz umhängen, äh wenn du unterwegs bist, weil so viele äh diese aber es wäre okay, ne, also wenn du ein Kreuz rum hättest, wäre es okay und ne, wäre ja schön. Aber also dieses Kopftuch geht halt also das habe ich ja damals so bei wir als Schule und und ich glaube auch die meisten Lehrkräfte, wir sind so. Lasst uns doch alle zusammenkommen und grad ich auf der Mittelschule wo eben auch viele Kulturen auch zusammenkommen. Das ist doch toll, dass wir so unterschiedlich sind und. Lasst uns das doch ähm eher feiern als irgendwie uns nichts runterzumachen und zu entscheiden, wer jetzt Recht hat und wer nicht so, weil. Irgendwie hat ja jeder auch seine Art und Weise recht. So. Ja. Ja, also das sehe ich genauso. Wir haben natürlich auch ähm ähm ein straffes Programm jetzt mit unseren mit unseren Fragen. Ähm und deswegen würde ich mal wir wollen dieses Thema Religion und äh und und Mobbing auch in der Schule ihr macht ja dazu auch. In eurem Podcast geht ihr darauf ein und das ist jetzt auch grade so ein bisschen der Überschwang ähm der zum nächsten Thema. Du bist ja nicht nur der zweite Lehrer bei uns Podcast, sondern auch der Zweit-Moderationskollege, denn im LehrerInnen-Podcast Schule, Bücher und wir stellst du stellst du und Löwe verlagsmitarbeiterin und Pädagoginnen beauftragte Scarlett Buchtipps aus unterschiedlichen Verlagen und Niedrigschwellen-Unterrichtsanregungen zum Thema Lesen in der Schule vor. Also ich kenne persönlich nur Lehrer, die in ihrer Freizeit nicht so viele Hobbys machen. Ähm. Ja, aber wie bist du denn zum Thema Podcast gekommen und äh wie schaffst du das jetzt alles so nebenbei neben der Schule. Frage ich mich auch äh ab und zu ehrlich gesagt ähm wir uns auch manchmal. Ja ihr kennt das, stimmt. Ähm der Podcast war vor drei ja glaube ich Tee immer, auch da, Anfrage Verlag. Benny, wir haben Bock irgendwas mit dir zu machen. Äh willst du dich mal treffen? Dann habe ich mich getroffen mit den Verantwortlichen und dann kam halt irgendwann ein Podcast auf den Tisch und dann habe ich gesagt, ja kann ich mir vorstellen, fände ich cool. Man muss vielleicht irgendwie im Kopf haben, ich kannte mich null aus. Ich wusste nicht, wie man Podcast aufnimmt. Ich wusste nicht äh was man da machen muss. Ich wusste nicht, wie man das hochlädt. Also ich wusste gar nichts. Aber trotzdem erst mal gesagt, ja, kann ich mir prinzipiell schon vorstellen. Und dann gibt's verstrichen so eine hier eineinhalb Jahre vielleicht und dann. Äh war eben so hier, ist eine Mitarbeiterin, die setzt sich jetzt mit dir in Verbindung und die soll äh den Pädagoginnenbereich übernehmen und die hätte Bock auf diesen Podcast und dann habe ich Scarlett kennengelernt und wir haben uns sofort verstanden, wollten das Gleiche ähm hatten dieselbe Vision quasi und Hat die Arbeit angefangen, so vor weiß ich nicht Ende zweitausendzwanzig 220 und letztes Jahr ist dann die erste Folge online gegangen und seitdem sind zehn Folgen entstanden und es ist äh wahnsinnig toll, weil wir eben viele verschiedene Bücher aus den unterschiedlichsten Verlagen vorstellen zu unterschiedlichen Themen, also von Buchtipps über, Mobbing haben wir da vorhin auch gehabt. Depression, Angststörung und so thematisieren wir alles, wie man Lesungen richtig einfügt in den Schulalltag und so weiter und so fort. Und äh ja, geht jeden Monat immer eine Folge online, macht total Spaß. Ich äh. Macht das fast alles selbst. Den Ton bearbeite ich nicht selbst, aber ansonsten ich schreibe das Konzept. Ich äh zusammen eine Skala, wir suchen uns die Bücher aus. Ich schneide das redaktionell, ich weiß nicht, bewerbe das, ich mache da alles und finde das total cool. Ha, das machst tatsächlich To-do. Ich habe gedacht, das macht irgendwie der Löwe-Verlag da jemand. Irgendwo Praktikant oder Student. Nee, ich ich mache das echt alles selbst. Also ja macht ja auch ein bisschen Silber, weil ich halt Lehrer bin und dann irgendwie weiß, was ist logisch rauszuhauen und was Rotstift in der Hand, ja. Ist die Farbe des Lehrers, habe ich immer gelernt. Wie kann man das ist tatsächlich meine Lieblingsfarbe? Ähm ja. Verändern sich nicht. Aber er ist dein Büro gar nicht rot. Ähm bei mir ist alles weiß, weil ich in der Einrichtung gesagt habe, weiß, da kann man alles draus machen Okay, Entschuldigung. Ja, nee, alles gut. Äh genau und dieser Podcast ist wirklich richtig cool und ich mache da alles selbst, deswegen ist auch so ein bisschen mein Baby und wie ich das schaffe, ist echt die Frage. Also ich bin schon strukturierter Mensch, muss man die glaube ich als Lehrer so ein bisschen, wobei gibt auch Kollegen, die es nicht sind, aber. Äh immer Einverständnis, muss man das sagen und ich glaube, da ist einmal diese Struktur und zum Zweiten halt mein Mann, der dann sagt, ja ich mache dann, den Haushalt und ich koche und kein Stress und der mittlerweile schon gar nicht mehr gefragt, wenn ich sage, nee, ich benutze den Beruf zum Podcast, sagt er ja und dann weißt du auch, das ist das Signal für ja, ich muss jetzt alles, was in diesem Haus steht, machen, sonst ist's blöd. Dann macht er das. Ach ja, also diese Erfahrung habe ich nicht. Mein Mann sagt's Ähm du Podcast ja kannst du gerne machen aber äh morgen ist ja auch noch ein Tag für ihn für die Waschmaschine. Ja aber aber so hat jeder seins, aber du so wiegt nur apropos Baby, wie du das gesagt hast, so unser unser Podcast ist ja auch unser Baby entstanden jetzt vor ähm zwei Jahren, jetzt mittlerweile schon fast über zwei Jahren ähm und wir wissen quasi ja auch wie das wie das ist, wie das zeitlich aufwendig ist, die redaktionell sich abzustimmen äh, zu schreiben, äh jeder hat dann seine Befindlichkeit. Nein, das soll raus, das soll unbedingt drin sein. Ähm das ist das ist ja nun mal so. Ähm. Aber aber toll, dass du dass du deinen Podcast machst. Ich habe da auch reingehört ähm in drei Folgen. Ähm Szenen habt ihr ja, wie du gerade gesagt hast und du hast ja auch vorhin äh oder heute oder gestern schon wieder an deiner Planung für den Podcast äh geschrieben über Social Media geteilt hast. Und ähm magst du vielleicht und jetzt kommen wir so zum Thema ähm zum Abschluss jetzt zum Thema Zukunft. Magst du vielleicht auf der einen Seite verraten, vielleicht äh wo es so hingeht in der ähm im Podcast äh jetzt so den die nächsten Folgen, Monaten ähm und vor allen Dingen Wo willst du im Lehrerleben noch so hin? Siehst du dich vielleicht als neuen neuer Art Pädagoge in der heutigen Zeit, da du ja so viel Social Media machst? Also was den Podcast angeht, es wird es wieder zehn Folgen geben. Dieses äh Jahr, das hat mich sehr gefreut. Das war gar nicht so selbstverständlich, weil es muss ja finanziert werden und so. Deswegen freut mich das umso mehr und es wird ganz viele Gäste geben weil wir einfach gemerkt haben, dass es noch mal was anderes ist, wenn jemand nur Neues da ist und einfach Input reinbringt und ich glaube die Themen werden insgesamt so ein bisschen also noch. Näher am am Puls sein, weil die erste Staffel da mussten wir irgendwie so Grundlagen machen und da muss es sein, was sind Buchtipps, wie schafft man motivierende Arbeitsaufträge und so, Und bei der zweiten Staffel habe ich jetzt wirklich im Kollegium gefragt befreundete LehrerInnen gefragt, was würdet ihr euch wünschen? Was hättet ihr euch gewünscht am Anfang und so was? Ich glaube, das wird alles. Äh sehr viel. Noch näher einfach an der Realität so ähm und ich würde mir wünschen, dass wir, weiß ich nicht, wie ihr fast hunderte Folgen machen und 2hundertund folgen, So, das dann wäre ich nicht weiß ich nicht, dann wäre ich nicht Fulltime Lehrer geworden äh und lehrermäßig Sie weiß ich nicht, ob ich mich als neuer Art Pädagoge sehe. Das ist so bin halt so ich, sage ich auch immer, ich bin ich und ich habe auch ganz am Anfang von meiner Lehrer Karriereeinflusszeichen hatte ich immer so dieses, ich bin jetzt Lehrer und ich bin Privatperson. Mittlerweile sage ich echt, das ist eine dieser Personen. So also klar bin ich natürlich autoritärer als Lehrer und so. Klar, aber an sich meiner Persönlichkeit. Ändert sich nicht dadurch, deswegen ich möchte das mit den Schülerinnen so lange machen, wie ich da Spaß dran habe und das alles läuft und ähm. So und was ich mir supergut vorstellen könnte, ist irgendwann mal so in die LehrerInnen-Bildung zu gehen, also dass ich irgendwie ein Seminar vielleicht mal betreue mit Referendaren, um Referendarinen und ähm so was. Meinetwegen auch Konrektor, wenn ich da wirklich auch mal ganz cool. Aber das hat alles so Zeit, weil ähm ich mache auch jetzt dieses Podcast und diese Unterrichtsmaterialien und so. Da bin ich schon sehr erfüllt momentan, aber so auf längere Frist könnte ich mir schon vorstellen. Dass es vielleicht mal eher in die LehrerInnenbildung geht. Wäre doch wirklich super und glaube ich auch sehr sehr wichtig, gerade auch äh was man alles auch mit digitalen Equipment und äh was man da wirklich machen kann, dass das nicht heißt nur spielen und verblöden und konsumieren und äh Blödsinn machen sondern äh dass das äh ja nicht nur dem Zeitgeist entspricht, sondern auch wirklich die Lehre weiterbringt. Offensichtlich in deinem Fall und das haben wir ja heute äh denke ich gehört und die ja da draußen auch alle ähm auch Erfolg hat und auch entsprechend so bezeichnet wird. Ja Damit würde ich sagen vielen vielen Dank Benny für die interessanten Ausführungen für deine Offenheit. Ja mach weiter so. Werden das weiter begleiten, ähm wenn der nächste Podcast oder die nächste Staffel sozusagen dann bei dir auch wieder startet, äh sehr gern. Also tolles tolles Beispiel, tolle, Erklärungen und Ansätze. Für heute sagen wir danke an an dich, Penny und äh für euch da draußen. Vielen Dank fürs Zuhören. Bleibt gesund. Wir hören uns. Auf jeden Fall nächste Woche wieder. Bis dahin. Regenbogen. Music.

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